Wandern in Griechenland – Europäischer Fernwanderweg 4 durch den Peloponnes

Dreamwalker und ich wollen wieder einmal gemeinsam zum Wandern losziehen. Zu dieser Jahreszeit wird es in Mitteleuropa langsam ungemütlich und kühles Wetter habe ich in den letzten 10 Wochen in Island reichlich genossen. Deshalb zieht es uns mit Zelt und Rucksack in den Süden.

Der Europäische Fernwanderweg 4 verläuft von Portugal und Spanien entlang der Mittelmeerküste, dann über die Alpen, durch Ungarn, Bulgarien und Griechenland bis nach Zypern. Der E4 ist bei weitem der längste aller Europäischen Fernwanderwege.

Für diese reizvolle Strecke reicht leider unsere Zeit nicht und eine solche Tour wäre momentan auch wegen der Covid-19-Pandemie nicht möglich. Also picken wir uns ein kleines Teilstück aus der Gesamtlänge von ungefähr 10.450 Kilometern heraus. Unser Ziel ist Griechenland. Hier führt der E4 für 300 Kilometer von Diakoptó im Norden durch den Peloponnes bis Gythion im Süden. In der einsamen Berglandschaft, ganz weit weg vom Massentourismus, hoffen wir noch ein sehr ursprüngliches Stück des bäuerlichen Griechenlands zu finden.

Unsere Route auf dem E4 durch die Peloponnes

Nur fünf Tage vor der geplanten Abreise haben wir uns sehr spontan für diese Route entschieden. Viel Zeit zum Planen bleibt da nicht, zumal Dreamwalker ja Vollzeit arbeitet. Per Zufall stoßen wir auf die wirklich herausragend gute Webseite von Rolf Roost und Giorgos Kanellopoulos. Die beiden engagieren sich für den Unterhalt und die Markierung des Weges durch den Peloponnes, der ausschließlich durch Freiwilligen-Arbeit erstellt und privat finanziert wird.

In der Webseite finden wir kompakt und aktuell wirklich alle Informationen, die wir brauchen, außerdem den GPS-Track und einen Wanderführer zum Download. Einfach super. Rasch ist dann die Anreise organsiert, im Rucksackpacken haben wir ja Routine.

Es wird eine Anreise mit Hindernissen. Eigentlich wollten wir am 15.10.2020 morgens von Frankfurt losgehen mit dem Flieger nach Athen und von dort per Zug und Bus nach Diakoptó, wo wir am näachsten Tag unsere Wanderung starten sollte. Dann erhalten wir 15 Stunden vor Abflug die Nachricht per E-Mai von Trip.com, wo wir gebucht haben, dass unser Flug annulliert wurde. Der Grund wird nicht genannt. Wir vermuten zunächst, dass Coronna schuld daran ist, doch Google weiß alles: In -griechenland streiken mal wieder die Fluglotsen und auch der andere Fernverkehr. Na super! Ewig hängen wir in der Telefon–Warteschleife von trip.com, leider ist man dort sehr wenig kooperativ und verweist uns an die Airline. Nach zwei Stunden am Telefon hat uns der sehr freundliche Lufthansa–Service auf den einzigen noch freien Flug am späten Abend des 16.10 umgebucht. Planmäßig müßten wir kurz nach 22.00 Uhr in Athen ankommen. Dort werden wir übenachten und erst am nächsten Morgen nach Diakopto fahren – wenn dann hoffentlich gerade nicht gestreikt wird!

Wir starten also unsere Tour mindestens 1,5 bis 2 Tage später als geplant. Die Etappen werden dadurch länger. Wenn wir die Gesamtstrecke zu Fuß schaffen wollen, sind nun durchschnittlich 25 Kilometer am Tag zu laufen. Wir hoffen sehr, dass nun alles klappt.

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