Finale in Paris

Am 24.7. kommen wir abends am Gare Montparnasse in Paris an. Noch 10 Kilometer strampeln wir durch den dichten Feierabendverkehr. Nach ca. 1000 Kilometern auf überwiegend separaten Radwegen durch die beschauliche französische Provinz ist man ganz schön verwöhnt und der Weltstadttrubel, in den wir hinein geworfen werden, ein echter Schock. Man muss höllisch aufpassen, denn hier wird schnell gefahren. Also mutig im Verkehrsfluss mitschwimmen und nicht zögerlich sein, dann klappt das ganz gut. Auch die häufig vorhandenen Fahrradstreifen müssen wir uns mit Bussen, Taxis und Motorrollern teilen. Gegen 20.00 Uhr rollen wir auf den Campingplatz im Bois de Bologne, der wie immer sehr voll ist.

Am nächsten Tag bummeln wir kreuz und quer durch die Innenstadt. Bei tropischen 35 Grad sind unsere Ziele immer die schönen schattigen Plätze und kleinen Parks. Da wir schon so oft in dieser für uns schönsten aller Städte waren, verspüren wir nicht mehr den Drang, die üblichen Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern lassen uns nach Lust und Laune treiben. Nur der Notre Dame, deren Dachstuhl vor einigen Wochen total ausgebrannt ist, statten wir einen Besuch ab. Die typische Silhouette dieser wunderbaren Kirche ist völlig verändert, ein wirklich trauriger Anblick.

Die zerstörte Notre Dame

Noch eine letzt Nacht im Zelt, dann geht es in aller Frühe zum Busbahnhof in Stadtteil Bercy. Herrlich ist es jetzt über fast leere Straßen quer durch die Stadt zu radeln. An der wie Spitze erscheinenden filigranen Silhouette des Eiffelturms vorbei fahren wir immer entlang der Seine. Die goldene Kuppel des Invalidendoms leuchtet in der Morgensonne, bald gleitet der Louvre an uns vorbei. Hinter der Ile de la Cite, die wie ein Schiff in der Seine liegt, ist dann bald unsere Endstation erreicht. Der Fernbus bringt uns in 8 Stunden Fahrt nach Mainz, dann noch einmal in den Regionalzug umsteigen und wir sind wieder zu Hause.

Sieben Wochen und über 3.500 Kilometer auf dem Rad liegen hinter uns. Viele Eindrücke und Erlebnisse haben wir wieder gewonnen. Eine schöne, beschauliche Tour.

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