Etappe Leadville – Dillon

135 Kilometer von den Twin Lakes nach Dillon
135 Kilometer von den Twin Lakes nach Dillon

Von Leadville lassen wir uns im Auto wieder nach Twin Lakes bringen, um dort unsere Wanderung fortzusetzen. Zwei Tage laufen wir mit ein wenig auf und ab durch Nadelwald, ziemlich langweilig. Dazu kommt relativ heftiger Regen an einem Tag.

Wir warten den schlimmsten Regen ab, bevor wir das Zelt aufbauen..

Wir schlagen schon nachmittags das Zelt auf. Es regnet stark, auch die ganze Nacht. Morgens ist das Zelt auch von innen durch das Kondenswasser klatschnass. Alles ist ziemlich kalt und ungemütlich. Doch mittags scheint wieder die Sonne. Die Strecke wird abwechslungsreicher. Wir queren am Tennessepass den Highway und kommen dann in eine wunderbare Bergregion. Steil geht es zum Kokomopass hinauf und über Schneefelder und durch herrlich blühende Bergwiesen hinunter ins Tal. Es ist wirklich wunderschön. Sowie die Schneeflecken getaut sind, sprießen ganze Blütenteppiche aus dem Boden.

Kokomo Pass

In Copper Mountain erwartet uns dann ein wahrer Kulturschock. Das Skiressort liegt direkt an der Autobahn. Der Straßenlärm füllt das ganze Tal. Häßliche Hotelbauten sind zu einem “Dorf“ gruppiert, es gibt natürlich viele Geschäfte und Restaurants. Aus Lautsprechern wird das Ganze permanent mit Musik beschallt. Wir ergreifen die Flucht und sind froh, als wir wieder im Wald sind. Auch wenn es nun wieder steil in die Berge hoch geht, nur weg aus dieser Kunstwelt und dem Autolärm.

Die nächste Wegstrecke bis Dillon ist dann wieder wunderbar. Lichte Nadelwälder, blühende Wiesen und dramatisch steile Felsgipfel begleiten unseren Weg. Wir queren zwei Pässe mit jeweils 700 Höhenmetern und werden für unsere Mühe jeweils mit phantastischen Panoramarundblicken belohnt.

Eccles Pass vor Dillon
Blütenmeer bei Eccles Pass

Schön sind auch die Begegnungen mit Wildtieren. Die zahlreichen Murmeltiere sind gar nicht scheu, oft sehen wir auch Rehe und einmal steht sogar eine Schneeziege direkt hinter uns.

Eine neugierige Schneeziege

In der Stadt Dillon wird dann für die nächste große Etappe eingekauft und wir übernachten in einem Motel. Leider ist hier in Colorado in den Urlaubsorten alles sehr teuer. Aber es wird Zeit, dass wir wieder einmal duschen. Außerdem essen wir abends auf unserem Zimmer ein gesundes Abendbrot mit viel Salat und rohem Gemüse. Und in der Motelwäscherei dürfen wir sogar kostenlos unsere verschwitzten Sachen waschen. Die Stadt ist nur für Autofahrer gemacht. Es gibt kein Ortszentrum, sondern nur große Einkaufsmeilen und weit entfernte Wohnviertel, dazwischen Motels und die Autobahn. Wir bleiben nur eine Nacht und wandern dann weiter

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